Jäger, Jagdaufseher und Jagdhornbläser

Ein Jagdaufseher unserer Gemeindejagd, Herr Alois Projer, hat mich mit 10 Jahren im Revier aufgelesen und mir in weiterer Folge die Fähigkeiten des Pirschens in jeder Art und Weise gelehrt, aber auch Stimmenimitationen der verschiedensten Wildarten ohne Hilfsgeräte beigebracht. Die Erlebnisse mit Wild, vor allem Jungwild, waren die Aufregensten und Schönsten, zum Schießen gab und gibt es Schießstände. Das Fuchspassen wurde meine größte Leidenschaft – und auch hier ging sehr viel mit pirschen.

Erste Jagdprüfung 1965, Jagdaufseherprüfung 1976, Jagdaufseher von 1979 - 2019

Ich als Jagdaufseher 1979-2019
Von 1980 – 1988 habe ich jährlich einen freundschaftlichen Vergleichskampf der Jägerschaften Unterfladnitz – Kühwiesen sowohl mit der jagdlichen Kugel als auch mit Schrot an verschiedenen Austragungsorten organisiert, z.B. in
Eltendorf - Wr. Neustadt – Hirtenberg (mit Werksbesichtigung)  – Jois – Weiz
Ziel war immer, die Jäger für die Handhabung des wichtigsten Werkzeuges – der Waffe – in Wettkämpfen entsprechend den Anforderungen der jagdlichen Praxis mit einem entsprechenden Grundlagenwissen und der erforderlichen Übung zu animieren. Der gesellschaftliche Teil erfolgte in einer gemeinsamen Feier meist am Ort des Schießens oder im Anschluss in heimischen Gaststätten. Immer verbunden mit einer Siegerehrung und Auswahl der schönen Preise, die im Vorfeld gesammelt wurden.

Die Jagd:

Jagd auf Fuchs und anderes Raubwild waren meine Leidenschaft, nahezu jeder Balg fand den Weg zum Kürschner, nur ein Tollwut-Verdachtsfall und ein leicht räudiger Fuchs konnten nicht weiter verarbeitet werden. Ein Tier nur zu schießen, um es im Kontainer zu entsorgen, war für mich undenkbar, die Ausnahme waren kranke und deshalb nicht verwertbare Tiere. Diese und verunfallte Tiere endeten am Luderplatz oder im Kontainer.

Mit dem Tod des Jagdpächters Ludwig Heinzl, mit dem ich ab meinem 10ten Lebensjahr befreundet war, endete für mich die Jägerlaufbahn im Gemeindegebiet, vom 'Erben' der Jagd bekam ich keinen Ausgang mehr. Jagden im Ausland oder fremden Revieren hatten für mich keinerlei Anreiz, da ich dann pirschen möchte, wenn ich Zeit und Muße dazu habe. Sitzen muss ich ohnehin im Büro.

Mitglied der Jagdhornbläsergruppe Weiz seit 1984

Es kommt noch mehr